Neugründung des Ministeriums für Staatssicherheit geplant

Der ehemalige Präsident des Bundessamtes für Verfassungsschutz (BfV)
und Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Eckart Werthebach fordert
nunmehr die Neugründung eines Ministerium für Staatssicherheit (MfS).

Dies ist die grobe Zusammenfassung einer Studie, die Werthebach
für die Bertelsmann-Stiftung geschrieben hat.

Insbesondere angesichts der "Herausforderungen und Gefahren,
die vom internationalen Terrorismus ausgehen", sei die Trennung
zwischen Geheimdiensten und Polizei sowie der Datenaustausch
zwischen den "Sicherheitsdiensten" unzureichend und die
Neugründung eines Ministeriums für Staatssicherheit

(Arbeits-Titel: Heimatschutzministerium)........ erforderlich.


Eckart Werthebach war bereits mehrfach im Gerede aufgrund von
Strukturförderungen ehemaliger Stasi-Mitarbeiter und ganzer MfS Diensteinheiten war.


Im Frühjahr 1990 hatte der damalige Bonner Bundesinnenminister
Wolfgang Schäuble seinen karrierebewußten Ministerialrat als "Berater"
von DDR-Innenminister Diestel nach Ost-Berlin entsandt.

Werthebach sollte die Stasi-Auflösung unter Kontrolle nehmen und brisante
Dokumente über Bonner Politiker aus MfS- und KGB-Archiven sicherstellen.

Dazu nahm Werthebach Einfluß auf die Zusammensetzung des staatlichen
Stasi - Auflösungskomitees, knüpfte Verbindungen mit hochrangigen MfS-
und KGB-Offizieren und sorgte im Verein mit Diestel dafür, daß dem
Bürgerkomitee alle Kontrollmöglichkeiten entzogen wurden.

Einer der engsten Partner Werthebachs in jener Zeit war Stasi-Generalmajor Edgar BRAUN,
der für ihn die Verbindungen zu der verhandlungsbereiten Stasi-Führung herstellte.

Gleichzeitig stand Braun einer Sondergruppe im staatlichen MfS-Auflösungskomitee
vor, die Akten über bundesdeutsche Politiker und Wirtschaftsgrößen aus dem Stasi-
Archiv barg und an das Kölner BfV übergab.

Braun vermittelte Werthebach aber auch den Kontakt zur KGB-Residentur in
Berlin-Karlshorst, wo der "Berater" im Auftrag Schäubles die Bedingungen für
eine Übergabe ausgelagerter Stasi-Akten eruieren sollte.

Bei dieser Gelegenheit lernte Werthebach den Vizechef
der KGB-Residentur, General Wladimir Lissin, kennen.

Eine dubiose Liaison entspann sich zwischen den beiden, die auch noch
anhielt, als Eckart Werthebach 1991 den Chefsessel im BfV übernahm.

Doch die vermeintliche Top-Quelle entpuppte sich später als
"Nachrichtenspiel" des KGB, auf die Werthebach blindlings
hereingefallen war.

Eine Panne, die seine Geheimdienstkarriere 1995 beendete ?

Wohl auch, weil deutsche Abwehrexperten befürchten mußten,
daß sich in der Moskauer Akte über Werthebach noch weitere
Details aus seinen Kungeleien mit Stasi- und KGB-Offizieren finden.

manatwork.jpg