Die Wiederholung ist die Mutter der Weisheit. - Aus Russland

verfasst von Tom Moak, 25.01.2012, 14:45

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Sprichwörter und Volksmund

"Die Wiederholung ist die Mutter der Weisheit." - Aus Russland



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14 Reaktionen zu "ARD-Magazin 'Kontraste' enthüllt
Stasi-Aktivitäten eines heutigen FSU-Professors"



g.platzdasch Am 20. Januar 2012 um 13:48 Uhr

Zeitgeschichtlich ist das ja interessant und verdienst unbedingt
Veröffentlichung zur Bereicherung unseres historischen Wissens,
aber die Aufregung zeugt teilweise von Uninformiertheit.

Und vermutlich werden einige mit Jagdinstinkt ausgestattete Zeitgenossen
sich weniger für die wissenschaftlichen Leistungen dieses angestellten, nicht
verbeamteten Professors, vielmehr um die Beendigung seiner Karriere nun
kümmern.

Ich kenne den Herrn Thomas R. nicht; Mathematik ist mir eh ein Graus,
ich kann ihn also auch fachlich überhaupt nicht einschätzen, erlaube mir
aber anzumerken, daß am Ende der DDR bzw. der Stasi er etwa um die
Zwanzig gewesen sein muß.

Zur Sache: Daß Geheimdienste – WELTWEIT, nicht nur in der schlimmen DDR!!! – ein
besonderes Faible für Pässe, Paßfälschungen oder Paßverfälschungen haben, weiß
jeder, der sich nicht nur tagesaktuell-skandalisierend mit dem Thema beschäftigt.

Und da geht es nicht nur um relativ harmlose Wissenschaftsspionage, sondern auch um “nasse” Sachen: Die israelischen Agenten, das Mossad-Hit-Team, das vor ziemlich genau zwei Jahren den Hamas-Funktionär Mahmoud al-Mabhouh (Mahmoud Abdul Raouf Hassan) “liquidierte” benutzte Pässe mit Identitäten (auch deutsch!!) ahnungsloser Bürger, deren Pässe etwa am Flughafen Tel Aviv heimlich kopiert worden waren.

Angesichts des jetzigen Aufschreis erlaube ich mir den neckischen Hinweis auf einen
Artikel im SED-Zentralorgan “Neues Deutschland” vom 11. April 1979 unter der Überschrift
“Bundesgrenzschutz fotografiert Reisepässe für BRD-Geheimdienst / Spitzeltätigkeit
gegen Bürger der DDR und Reisende aus der BRD in die sozialistischen Länder –
Filme gehen an Bundesnachrichtendienst”

… cool down!

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g.platzdasch Am 20. Januar 2012 um 14:02 Uhr

Ein gewisser RUNST, Thomas, Dr. rer. nat. habil., las etwa im Wintersemester
1992/93 freitags zwischen 7.30 Uhr und 9.00 Uhr "Analysis für Lehrer 2".

Ich fordere die Innenminister, Kultusminister und sonstige Zuständige
aller Bundesländer auf, sofort die Lehrer, die jene Vorlesung seinerzeit
besucht hatten, auf etwaige Stasikontaktschuld, Diensteignung und
sonstwas zu überprüfen und die Resultate unverzüglich den "Kontraste"-,
"Gerberstraße 18"- und sonstigen einschlägigen Redaktionen mitzuteilen!!

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Rüdiger Am 20. Januar 2012 um 14:56 Uhr

Nach Ihrer Logik ist also etwas nur so lange unrecht
bis es alle machen und dann ist es in Ordnung?

Das ist leider eine sehr einfältige Sicht der Dinge.

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g.platzdasch Am 20. Januar 2012 um 15:25 Uhr

@Rüdiger: Einfältig? Wie fällt einem ein, ich hätte das behauptet;
daß etwa rechtens ist, nur weil’s alle machen? Wie einfältig…
Das schrieb ich nirgends; also lieber (gelassen) lesen als
(aufgeregt) unterstellen!

Zur völker-, verfassungs- und strafrechtlichen Einordnung von Geheimdiensttätigkeit empfehle
ich die Lektüre (incl. dissenting opinion!) der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts der
Bundesrepublik Deutschland von 1995 zur DDR-Spionage, die unter dem Strich die Straflosigkeit
für etliche DDR-Geheimdienstmitarbeiter bedeutete (im Internet nachlesbar).

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pirx Am 20. Januar 2012 um 16:13 Uhr

Gut dass der BND vor kurzem erst gewisse Akten vernichtet hat
http://archiv.sueddeutsche.de/a5k38h/343870/Wirbel-um-Vernichtung-historischer-Akten-im-BND.html
und es ist ja auch ein Glücksfall für die Journalisten, dass noch für Jahre Stasi-Akten vorhanden sind. Da kann man ja weiter darüber berichten, was die Stasi so schreckliches gemacht hat: Leute beschatten persönlich Daten kopieren, illegal in die Privatsphäre von Personen eindringen, also die Dinge die heutzutage unsere Polizei gern übernehmen würde unter den Stichpunkten Vorratsdatenspeicherung, großer Lauschangriff, etc. Ich würde wirklich gern wissen, was der BND aus der Vorwendezeit noch für Leichen im Keller hatte, wer zu der Zeit überwacht wurde und wessen persönliche Daten kopiert wurden.

Das rechtfertigt natürlich nicht das Vorgehn der Stasi, aber so auszutun, als ob das MfS die Übermutter aller Geheimdienste ist und sich als einziger derartiger Mittel bedient hat ist in meinen Augen arg naiv bzw. dreist.
Ausserdem: Schnüffelt diese Reporterin nicht auch im Privatleben von Hernn Runst herum?

Hat sie nicht auch Fakten seiner Biografie auswendig gelernt?

Heiligt der Zweck die Mittel?

Moral ist halt immer noch wenn man moralisch ist…

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Simon Sachse Am 20. Januar 2012 um 18:26 Uhr

Wie weit war doch gleich die Aufarbeitung
der Verfassungsschutz-Unterstützung für
Bankräuber und Mörder?

Ja, da sollten wir noch ein paar Millionen investieren,
bis auch der letzte Stasischnipsel ausgewertet und der
letzte Stasi-Angestellte beerdigt ist. Irgendwann in 60
oder 70 Jahren dürfte dann auch die Wirtschaftsspionage
der DDR verjährt sein.

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Dieter Popp Am 20. Januar 2012 um 21:14 Uhr

Natürlich hatten wir auch beim Nachrichtendienst der NVA
"Verwaltung Aufklärung", wie bei (allen!) Geheimdiensten
üblich, für die grenzüberschreitende Aufklärung
"Zweitpapiere", also Personalpapiere tatsächlich
existierender Personen.

Man machte sich mit der “Legende” vertraut und wäre bei
Zufallskontrollen nicht augefallen, da wir auch Kenntnis
der aktuellen Fahndungsbücher hatten..-

Die “Kontraste”-Sendung erweckte den falschen Eindruck,
dass nur das MfS mit Doubletten arbeitet, einerseits
lächerlich, andererseits ist ja auch nur das MfS am
schlechten Wetter schuld.

Aber Spaß beiseite; was fällt den Medien denn noch ein, die "DDR"
zu verunglimpfen, um von anderen Problemen abzulenken?

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Bernd Hædrich Am 20. Januar 2012 um 23:24 Uhr

Wir schreiben das Jahr 2012!…
Gruselig, was da manche Zeitgenossen noch so
an “Überzeugung” mit sich herum schleppen… ;(


One more comment…

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Erik Am 21. Januar 2012 um 09:28 Uhr

Die Forderungen, die Stasiakten nicht mehr zu rekonstruieren,
also bewußt unwissend zu bleiben, hinterläßt bei mir den
schalen Eindruck, daß einige Leute Geschehenes unter den
Teppich kehren wollen. Ich bin da eher gegenteiliger Meinung:

Archive auf, und zwar alle!

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Ulrich Starost Am 21. Januar 2012 um 11:38 Uhr

@Herr Platzdasch, wie heißt es doch so schön: “Getroffene Hunde bellen!”

Obwohl es ich Ihnen gerne abnehme, daß es damals bei der IGFM in Frankfurt eine geile Zeit gewesen sein muß. Ich wäre auch lieber Auslandsspion gewesen, als weiter in der versifften DDR abzuhängen. Aber in Frankfurt hätte ich dann bei der CIA angeheuert (noch mehr Kitzel).

@alle: einfach mal den Namen + IGFM googlen. Sehr interessant!

Bestimmte Entwicklungen und Personalien in Jena und seiner Uni
bekommen jetzt endlich eine adequate Erklärung.

Pi mal Daumen kommen auf einen Entdeckten 5-10 Unentdeckte.

Die Stasi-Überprüfung der Westdeutschen
(vgl. finisches Beispiel im Text) steht ja noch
z. B. aus.


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g.platzdasch Am 21. Januar 2012 um 15:26 Uhr

Ach, der Herr Starost wäre also gern bei der CIA gewesen… No comment!

Ob die Truppe in Langley aber nachhaltig an einem interessiert wäre, der aufgeregt geheimnisvoll der hiesigen Lesergemeinde den heißen Tip zuraunt: “Namen + IGFM googlen. Sehr interessant!” Obwohl all das von ihm gewitterte, Ach-so-Geheimnisvolle meines politischen Engagements seit Jahr und Tag auf meiner Homepage nachlesbar ist!?

http://www.platzdasch.homepage.t-online.de/bio.htm – mit weiteren Nachweisen, dort verlinkte PDF – etwa Günter Nennings “Rede an die deutsche Nation von einem Österreicher” – nicht zu vergessen!

Viel Spaß beim Googeln & Lesen…

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D. Kampen Am 21. Januar 2012 um 17:58 Uhr

Ich glaube, man der obige Kommentar meint diesen Beitrag:
http://www.igfm.de/Wikipedia-fuer-Falschinformationen-benutzt.970.0.html

"Der als Quelle angegebene G. P. war 1988/89 kurze Zeit
Mitarbeiter der Pressestelle der IGFM-Geschäftsstelle.

Ihm wurde gekündigt.

Er hatte unter anderem den IGFM-Geschäftsbericht 1987/88, dessen Redaktion
ihm anvertraut worden war, durch eigene unwahre Ausführungen verfälscht.

Nach der Wende wurde der IGFM durch Einblick in die Stasi-Unterlagen
bekannt, dass Herr Platzdasch früher engen Kontakt zu Abteilungen des
MfS hatte und für Aktionen gegen die IGFM geworben werden sollte.”

D. Kampen

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fotodrescher Am 22. Januar 2012 um 00:01 Uhr

Es geht ja nicht um eine strafrechtliche Aufarbeitung,
denn die Spitzelei des Matheprofessors ist verjährt.

Es geht darum, dass ein ehemaliger Auslandsagent der DDR,
der am Diebstahl wissenschaftlicher Erkenntnisse beteiligt
war, nicht geeignet ist, wissenschaftlichen Nachwuchs
auszubilden.


Mit Sicherheit hat R. bei der Einstellung an der Uni Jena
nicht angegeben, dass er bei Mielkes Gurkentruppe für
den Weltfrieden gekämpft hat.

Da dürfte eine Entlassung kein großes Problem sein.

Natürlich wünsche ich R. für seine
berufliche Zukunft dann alles Gute.

Bitte vergessen wir nicht, dass Roland Jahn zur gleichen
Zeit, als R. als BVG-Schaffner Schulz in der westlichen
Welt umherreiste, wegen regimekritischer Worte von der
Uni Jena gefeuert wurde.

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annesAntifa Am 22. Januar 2012 um 01:32 Uhr

Gut, dass FOTODRESCHER die Diskussion wieder auf
den TV-Beitrag und die Uni Jena zurückbringt.

Offenbar nehmen alte Feinde des Herrn Platzdasch diesem
immer noch übel, daß er als Mini-Wallraff mal sich in
ihrem IGfM-Laden umgeschaut und dann mit dem bekannten
Rechtsextremismus-Spezialisten Rainer Fromm verschiedentlich
über Rechtsextremismus, Antisemitismus und CIA- u.a.
zwielichtige Verflechtungen in der IGfM publiziert hat.

Wer nachliest erfährt, daß der angebliche “enge Kontakt”
des Herrn P. zur Stasi darin bestand, dass diese noch 1989
plante, ihn bei Benutzung der “Transitwege” zu verhaften!

Lustig, diese IGfM-Selbstverteidigungsversuche…

P. bekam bei der Stasiunterlagenbehörde OPFER-Akteneinsicht!

Informativ über die Herren aus der IGfM-Truppe
die Veröffentlichung von Fromm/Platzdasch:

http://www.scribd.com/doc/6330516/Die-sogenannte-Internationale-Gesellschaft-fur-Menschenrechte

Stimme zu / Lehne ab: 5 1


Quelle: http://www.jenapolis.de




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